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Inkubation

Die bis zu 14 x 26 mm großen weichschaligen Eier werden möglichst rasch nach der Ablage mit einem Pinsel vorsichtig freigelegt. Ist die Ablage länger als 6 Stunden her, dürfen sie nicht mehr gedreht werden.

 
Um ein beim Herausnehmen versehentliches Verdrehen zu vermeiden, können diese mit einem wasserfestem ungiftigen Permanent Marker an der Oberseite markiert werden, bevor sie in eine mit Brutsubstrat gefüllte Box überführt werden.
Als Brutsubstrat wird in der Regel Perlit oder Vermiculite verwendet, aber auch Mischungen aus Sand, Erde und Blähton (Hydrokultur), sind durchaus möglich. Es sollte eine geringe Feuchte aufweisen.
Als guten Richtwert kann man bei Perlit ein Gewichtsverhältnis von 2:1 (Perlit : Wassser) ansehen. Perlit hat den entscheidenden Vorteil, dass es die Feuchtigkeit am längsten speichert. Die Eier können entweder völlig mit Substrat bedeckt werden oder nur zu etwa 2/3 eingebettet werden. Letzteres bringt den Vorteil mit sich, dass der Zustand durch eine bloße Sichtkontrolle beurteilt werden kann.

Das Substrat sollte in regelmäßigen Abständen auf seine Feuchtigkeit überprüft werden. Je mehr Eier sich in einem Behälter befinden, desto öfter sollte dies Geschehen, da diese während der Zeitigung stark an Volumen sowie Gewicht zunehmen und dem Brutsubstrat Feuchtigkeit entziehen.

Die mit den Eiern gefüllten Boxen werden dann in eine Brutmaschine überführt und in der Regel bei ca. 30ºC (Luftfeuchtigkeit ca. 80-95%) gezeitigt. Viele Brutmaschinen messen Temperaturen sowie Luftfeuchtigkeit bereits digital, ansonsten sollte einen externes Hygro -Thermometer verwendet werden, dessen Sensoren möglichst nahe am Ei positioniert werden um möglichst genaue Messergebnisse zu erhalten.

Temperaturen unterhalb von 28ºC führen zu einer teilweise stark verlängerten Brutdauer, was das Risiko am Verlust des Geleges durch ungenügend bzw. zu feuchtes Substrat erhöht. Kühler gezeitigte Jungtiere erweisen sich aber in der Regel als die stabileren und fitteren. Nach eigenen Erfahrungen schlüpfen die Jungtiere bei einer Temperatur von ca. 30ºC nach 48-52 Tagen, bei 28-29 ºC nach 55-60Tagen und bei 26ºC zwischen 71-83 Tagen.

Der Schlupf kündigt sich durch immer wieder kehrende Dellen im Ei an. Kurz vor dem Schlupf fallen die Eier deutlich zusammen. Bei zu feuchter Zeitigung ist in der Regel ein teilweise sehr deutliches "Schwitzen" zu beobachten.Schlüpfende Jungtiere ritzen die Eischale mit dem Eizahn auf und es vergehen oft mehrere Stunden bis sich das Tier aus dem Ei befreit hat. Vom Schlupf des ersten Tieres bis zum letzten eines Geleges können durchaus mehrere Tage vergehen.
 


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Meist Schlüpfen alle Tiere eines Geleges binnen 24-48h, in sehr seltenen Fällen können bis zum Schlupf des letzten Tieres noch weitere fünf bis sechs Tage vergehen.

Jungtiere, deren Bauchnabel noch nicht völlig verschlossen ist, können noch ein bis zwei Tage in einer mit Küchenpapier ausgelegten Box im Inkubator gehalten werden, um Infektionen zu vermeiden.


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