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Interspezifische Vergesellschaftung

In einem sehr kleinen, begrenzten Gebiet findet auch in der Natur eine natürliche Hybridisierung zwischen Crotaphytus collaris und Crotaphytus bicinctores statt.
 
Auch unter Terrarienbedingungen wäre rein theoretisch eine Vergesellschaftung unter der strikten Einhaltung, dass auch hier niemals zwei Männchen, selbst, wenn es sich um verschiedene Spezies der Gattung Crotaphytus handelt, zusammengehalten werden dürfen, möglich. Einige amerikanische Züchter/Händler bieten sogar künstliche Hybride von Spezies an, die sich der Natur nicht miteinander verpaaren. Gemeint sind hier Hybridformen von Crotaphytus collaris x Crotaphytus vestigium oder von Crotaphytus collaris x Crotaphytus dickersonae bzw. Crotaphytus bicinctores x Crotaphytus vestigium.
Auch bei den zur Zeit in Deutschland erhältlichen Crotaphytus vestigium handelt es sich Gerüchten zur Folge um Hybride aus Crotaphytus vestigium x Crotaphytus collaris.

Persönlich lehne ich eine derartige Vorgehensweise ab und denke das es im Sinne der Zucht von Halsbandleguanen die Reinerhaltung der einzelnen Arten im Vordergrund stehen sollte. Zumindest sollten diese Hybride, wenn sie denn verkauft werden als solche gekennzeichnet sein.

Was die Vergesellschaftung mit Spezies aus anderen Familien oder Gattungen von Reptilien betrifft, so ist es schwer hier pauschale Aussagen zu machen. Es hängt in erster Linie von wesentlichen Faktoren, wie z.B. der Größe des Terrariums und dessen Einrichtung, einem ausreichenden Nahrungsangebot, generellen Verhaltensweisen der zur Vergesellschaftenden Art sowie den individuellen Charaktereigenschaften der jeweiligen Tiere ab. Generell sollten allen Tieren ausreichend Sonnen und Versteckplätze geboten werden und die Tiere sollten mit den klimatischen und territorialen Bedingungen zurechtkommen.

Ein weiteres Problem bei der Vergesellschaftung mit anderen Arten sehe ich in vor allem in den klimatischen Ansprüchen. Viele Arten vertragen die in den Sommermonaten durchaus sehr hohe Temperatur von Spitzenwerten um die 42ºC und die extreme Trockenheit, die tagsüber schon mal auf 15-20% abfallen kann, nicht.

Letztendlich sollten sie bei einer geplanten Vergesellschaftung bedenken, das kleinere Echsen zur natürlichen Beute von Crotaphytus gehören was unter Umständen zum baldigen Verlust Ihres Neulings führen könnte, obwohl man sicherlich auch hier keine pauschalen Aussagen machen kann. Für den privaten Halter mit begrenztem Platzangebot und nur begrenzten finanziellen Mittel erscheint mir eine Vergesellschaftung nicht sinnvoll. Wer mehrere Spezies halten will, sollte diese auf mehrere Becken verteilen und hier die jeweils optimalen Bedingungen schaffen.
 


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Eine Vergesellschaftung sollte Zoologischen Anlagen oder Haltern, die ein entsprechend großes Platzangebot bieten können vorbehalten sein. Ich spreche hier von Anlagen mit mehreren Kubikmetern. Hier ist allerdings eine Vergesellschaftung mit z.B. Chuckwallas durchaus schon geglückt.

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